Dr. Tilo Gewiese

QWB - Qualitätsberater für Wertvolle Bildung

proz-wbfmea

Prozess-FMEA

Neben anderen Formen der FMEA (z.B. Produkt-FMEA) interessiert im Rahmen der Prozessberatung von QWB insbesondere die Prozess-FMEA. Sie ist die Grundlage für die Weiterbildungs-FMEA (WB-FMEA).
Der wesentliche Unterschied zu anderen FMEA ist, wie der Name andeutet, die Berücksichtigung von Prozessen. Im Rahmen der Prozess-FMEA werden Prozesse in einzelne Arbeitsschritte zerlegt. Diese bilden bzw. beherbergen die Funktionen innerhalb eines Prozesses, zu denen wiederum potenzielle Fehlfunktionen ermittelt werden. Sind diese Fehlfunktionen gefunden, so werden, wie bei der FMEA üblich, Fehlerursachen und Fehlerfolgen zugeordnet und nach Bedeutung für den Kunden, nach Auftretens- und Entdeckungswahrscheinlichkeit bewertet.
Bis hierhin folgt die Prozess-FMEA dem allgemeinen Muster einer FMEA. Ihre Besonderheit besteht nun insb. darin, dass die Fehlerursachen nach einem bestimmten Schema ermittelt werden. In den Fokus der Analyse wird die "4M-Ebene" genommen:

  • Mensch,
  • Maschine,
  • Mitwelt,
  • Material.

Eine Fehlerursache für eine Fehlfunktion (d.h. ein fehlerhafter Arbeitsschritt) kann somit der Prozesseigner sein, es kann sich um die im Arbeitsschritt zu bedienende Maschine (oder Werkzeuge) handeln, es kann Probleme der Arbeitsumwelt geben und die Fehlerursache kann im Material begründet liegen, das vom Prozesseigner mittels der Maschine bearbeitet werden soll.

Diese vier Kategorien als Quellen für Fehlerursachen sind spezifisch für die Prozess-FMEA. Mit Blick auf die WB-FMEA ist dies besonders wichtig, denn in deren Anwendungsbereich in der betrieblichen Weiterbildung kommt den Menschen besondere Bedeutung zu.

Damit aber mit Hilfe einer Prozess-FMEA Weiterbildungsprozesse adäquat erfasst und analysiert werden können, bedarf es noch weiterer Spezifikationen.